Johanneskapelle
Aigen im Ennstal

Ein schmuckes Kirchlein am Hohenberg

Die Besiedlung der Gegend am Hohenberg, im frühen 12. Jahrhundert Hagenberg genannt, erfolgte bereits im Frühmittelalter, wie die, Entdeckung eines karolingisch-ottonischen Gräberfeldes (7. Bis 9. Jahrhundert) beweist.

Die Kirche – wahrscheinlich im Mittelteil die älteste des Ennstals – ist den beiden heiligen Johannes dem Täufer und Johannes dem Evangelisten geweiht und ist zudem seit alters her ein Marienheiligtum.

Der Mittelteil des Gotteshauses – das aus Quarderwerk gefügte romanische Landhaus mit zwei ebenfalls romanischen Fenstern an der Südseite – geht wahrscheinlich auf die Zeit der ersten Nennung zurück. Der bemerkenswerte Flügelaltar, ein Werk von Lienhard Astl, entstand um 1520 und zeigt Darstellungen aus dem Leben des Hl. Johannes. Die in Tempera- Technik und nach Art der Werkstatt des alpenländischen Malers Lukas Cranach ausgeführten Tafelmalereien der Flügel zeigen sich auf den Werktagsseiten, d. h. in geschlossenem Zustand, und den Sonntagsseiten, d.h. bei geöffnetem Schrein.

Erwähnenswert sind noch das spitzbogige Westportal und die schere Türe mit Beschlägen aus der Gotik. 

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